Die Via Domitia – Römische Geschichte vor unserer Haustür
Heute nimmt euch Peter mit an die Via Domitia – die erste Römerstraße Galliens, direkt in der Nachbarschaft von Sacristains. Zwischen 122 und 118 v. Chr. im Auftrag des Prokonsuls Gnaeus Domitius Ahenobarbus erbaut, verband sie Italien mit Spanien über die Alpen, entlang der Mittelmeerküste und vorbei an Städten wie Nîmes und Béziers. Sie diente dem Militär ebenso wie dem Handel – und entlang der Straße wurden verdiente römische Soldaten angesiedelt, deren Villen und Häuser zum Teil noch heute als Ausgrabungen zu besichtigen sind.
Erstaunlich viel davon ist erhalten und liegt fußläufig oder nur einen kurzen Ausflug von Sacristains entfernt: Bei Castelnau finden sich noch Teilstücke des befestigten Weges. Bei Ambrussum Richtung Nîmes ragt noch ein einzelner Bogen des einst elfbogigen Pont Ambroix aus dem Fluss Vidourle – daneben Reste einer römischen Raststation mit Herbergen und Bädern, in deren Pflastersteinen man noch die tiefen Spurrillen eisenbeschlagener Wagenräder erkennt. Und nur wenige Minuten entfernt liegt das Musée de la Villa gallo-romaine in Loupian – eine ehemalige Gutsvilla, die über 600 Jahre bewohnt war und deren prachtvolle Mosaiken sich über 450 Quadratmeter und 13 Räume erstrecken. Ein kleines, aber wirklich sehenswertes Museum.
Das Beste: Die Via Domitia lässt sich wunderbar abwandern – über 2.000 Jahre Geschichte, direkt vor unserer Haustür. Aber seht selbst – viel Spaß beim Anschauen des Videos!